WS1: Spielend selbstbestimmt lernen: Ein Weg zu (D)einer lernenden Organisation, in der jeder mit Spaß und selbstbestimmt lernen will (90 Min)

Durch die Pandemie hat das digitale Lernen und somit auch das selbstbestimmte Lernen einen höheren Stellenwert erhalten. Selbstbestimmtes Lernen bezeichnet einen Ansatz, bei dem Lernende selbst bestimmen, was sie wann, wo, wie und mit wem zusammen lernen. Wie kannst du nun in deinem Umfeld in deiner Rolle als Trainer, Coach oder Mentor dieses selbstbestimmte Lernen durch Microlearning fördern? In diesem Workshop lernst du, wie du selbstbestimmtes Lernen unter Berücksichtigung von persönlichen Handlungsmotiven in deiner Organisation umsetzen kannst. Dazu erkunden wir gemeinsam spielerisch das Gamification Framework Octalysis. Die darin enthaltenen Motivatoren für das menschliche Verhalten sind der Ausgangspunkt. Die Basis für das selbstbestimmte Lernen erfolgt auf dem Konzept des Story Mappings, in Kombination mit Lehr- und Lernzielen. Als nächstes gamifizieren wir im Workshop eine Story Map anhand eines konkreten Beispiels, um zu zeigen, wie der Spieltrieb als Anreiz für das selbstbestimmte Lernen genutzt werden kann. Das Ergebnis ist eine Story Map entlang der Player Journey, mit der eine selbstbestimmte und an die persönlichen Bedürfnisse angepasste Lernreise möglich ist.

Claudia Haußmann

Claudia Haußmann ist freiberufliche Trainerin/Agile Coach bei butterflying.de mit der Leidenschaft ihre Umgebung spielerisch mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung einen Schritt vorwärtszubringen: von der Raupe zum Schmetterling. Die Wirtschaftsinformatikerin kann dabei auch auf langjährige Erfahrung als Product Owner zurückgreifen. Mittlerweile hat sie sich auf das Game-based Learning spezialisiert und organisiert die „Agile Game Night Bodensee“ sowie den monatlichen agilen Stammtisch in Lindau.

WS2: Agile Metrics – Crunching Numbers With Purpose In Mind (90 Min)

Ever heard the sentence “If you measure it, you can manage it” – from my position it not an entirely true. You can measure things and still not being in control and not able to manage. Sometimes we are taking measurements event without a notice or without asking ourselves about the purpose of the measurement. In my working life I was taking measurements, such as: – working hours on certain task – working hours per week I was counting steps per day. I really wanted to make it 10.000. I didn’t ask myself, is it a right measurement for me. What is the actual goal? In this case I was just an observer. And jet it very good to measure. Measuring is more precise than a gut feeling. Measuring it’s a base for scientific approach. But the most important element of good measurement starts before you measure anything. In this interactive training I will give an impulse with many examples and start a discussion with participants about the purpose of metrics and measuring in agile setting. Touching the topics: – How can we ask ourselves right questions, why we want to measure – Cycle of measurement and how it is connected to PDCA cycle – Outcome based planning and how it is connected to measuring practices – What are popular agile metrics and how they can be connected to outcome based planning At the end of the session participants will get a list of helping questions, how to get to the purpose of measuring.

Leokadija Sviridova

Senior consultant with experience in different approaches to project management. Over the years held positions as Web Developer, Project Manager, Product Owner, Scrum Master, Agile Coach and Trainer. Over the last 7+ years she is implementing Scrum and other Agile frameworks within small startups, mid-range companies and government institutions around Germany. With special interest is teamwork, team dynamics, and team improvement towards higher performance and team resilience.

WS3: ICH – einfach unverbesserlich? Mit Persönlichkeitsentwicklung mehr Handlungsfreiheit erlangen (90 Min)

Erinnert ihr euch noch, an die Schulzeit? Und wie ihr da auf die Welt geschaut habt? Viele der Grundüberzeugungen, mit denen wir damals durch das Leben gelaufen sind, erscheinen in der Rückschau seltsam oder nicht besonders hilfreich. Wir haben diese Grundüberzeugungen aus unterschiedlichen Gründen mit den Jahren fallen gelassen und durch andere ersetzt. Das genau ist ein wichtiger Teil von Persönlichkeitsentwicklung, einer Art von innerem Betriebssystemupgrade. Dieser Prozess, der in der Rückschau wie eine automatisch ablaufende Entwicklung aussieht, lässt sich aber auch bewusst gestalten. Das hat besondere Relevanz für den heutigen Arbeitskontext, wo wir ständig flexibel auf neue Herausforderungen reagieren müssen. Und wer von uns kennt nicht die wiederkehrenden Situationen, die uns immer wieder misslingen und wo wir uns im Nachhinein fragen, warum wir uns nicht anders verhalten konnten. Im Workshop erarbeiten wir mit euch ein Modell von Persönlichkeitsentwicklung und gehen der eigenen inneren Haltung in solchen Situationen des Berufsalltags auf die Spur: Wo laufen automatisierte Muster ab, die wir so nicht mehr wollen? Wo werden wir durch äußere Ereignisse stark getriggert und würden diesen Lauf gerne unterbrechen? Im zweiten Teil probieren wir dazu einige Praktiken und Werkzeuge aus, die uns im Alltag helfen, in solchen Situationen aus einer neuen inneren Haltung zu agieren, um so zusätzliche Handlungsmöglichkeiten zu erschließen.

Speaker Ute Nunnenmacher

Ute Nunnenmacher

Daniel Schwarz-Loy

Ute unterstützt als systemischer Coach und Prozessberaterin agile Teams und Organisationen bei der Verbesserung der Zusammenarbeit. Sie begleitet Menschen bei ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung und der Entfaltung ihrer Stärken.

Daniel Schwarz-Loy ist neben seiner Tätigkeit als Scrum Master in der Sybit GmbH auch systemischer Coach und Berater. Ausgehend von einer konstruktivistischen Weltsicht bildet ein Schwerpunkt seiner Arbeit die lösungsorientierte Vereinbarkeit von gemeinschaftlichem Organisationserfolg und individueller Bedürfnisbefriedigung. In diesem Spannungsfeld hat er schon in den unterschiedlichsten Organisationen und Branchen im In- und Ausland Erfahrung gesammelt. Als Verfechter eines humanistischen Weltbildes ist seine persönliche Vision, dass jeder dort am besten wirkt, wo er sich und seine Fähigkeiten bestmöglich einsetzen kann.

WS4: Neuro-agile Führung (90 Min)

Neuro-agile Führung – wie Erkenntnisse aus der Neurobiologie zu gelungenen Mitarbeitergesprächen beitragen Die Qualität der Mitarbeiter*innen Gespräche ist ein entscheidender Faktor in der agilen Führungswelt. Die Neurobiologie liefert uns wichtige Erkenntnisse darüber, was in Gesprächen wirkt und wie wir auf bestimmte Gesprächsmuster und Verhaltensweisen unseres Gegenübers reagieren. Die Amygdala spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dieser mandelgroße Teil unseres Gehirns ist ständig im Einsatz und entscheidet in Bruchteilen einer Sekunde darüber ob ich in einer Gesprächssituation „sicher“ bin oder nicht und für welche Reaktion ich mich entscheide. In diesem Workshop erhalten Sie Wissen und Tools um Mitarbeitergespräche positiv (nicht manipulativ) zu beeinflussen. Ich erkläre ihnen unter anderem das Phänomen des Primings und wie Atemtechniken die Zusammensetzung ihrer Neurotransmitter steuern können. Am Ende geht vor allem darum ihre eigene Reaktion besser zu verstehen und sich selbst in diesen Situationen besser zu steuern. Angenehme Gesprächsmomente zu schaffen ist eine erlernbare Fähigkeit, die sich nachweislich und langfristig auf die Performance aller Beteiligten auswirkt – die eigene ebenso wie die ihres Teams.

Prof. h.c. Sylke Iacone

Begeisterte Lehrbeauftragte für Organisationsentwicklung, Agiles Coaching und Neuroleadership an der IUE Hochschule in Basel. Langjährige Erfahrung in der Begleitung von agilen Teams und Führungskräften. Im Fokus steht ein agiles Mindset das zu einer gesunden Leistungsfreude beiträgt und agiles Arbeiten leichter macht.

WS5: Selbstmanagement braucht Verantwortung (90 Min)

Es ist wie verhext. Alles ist klar besprochen, die Verantwortlichkeiten sind verteilt, das Commitment ist gegeben und dann… entpuppt sich die Zusage als Absichtserklärung ohne wirkliche Bindung. Schulterzucken. Frust. Wie wäre es, wenn das Team selbstorganisiert Verantwortung übernimmt? Raus aus Passivität, Schuldzuweisung oder Entschuldigen. Eine Hilfestellung bietet der Responsibility Prozess von Christopher Avery. Der Responsibility Process ist ein Werkzeug für alle, die für ihr eigenes Handeln Verantwortung übernehmen möchten und, oder mit Teams arbeiten und diesen ein Angebot zu mehr Verantwortung machen möchten. In dieser interaktiven Session sind alle Teilnehmer eingeladen die Stufen des Responsibility Process, – Beschuldigen, Rechtfertigen, Schämen, Verpflichtung und letztlich Verantwortung – selbst zu erleben und Ansätze für die Teamarbeit mitzunehmen. Der Prozess beschreibt die mentalen Zustände, die wir alle durchleben, wenn es darum geht Verantwortung für etwas zu übernehmen, oder diese zu vermeiden. Wenn wir uns dieser Zustände bewusst sind, können wir sie erkennen, an ihnen Arbeiten und schneller zum einzigen produktiven Zustand übergehen, der aktiven Verantwortung. Denn oft machen wir es uns in einem der Zustände bequem, was dazu führt, dass wir Unzufriedenheit spüren und gleichzeitig unsere Probleme nicht lösen. In dieser Session besprechen wir Werkzeuge, mit deren Hilfe Sie die Türen hin zum Zustand der Verantwortung öffnen können.

Bernhard Leyrer

„EINFACH machen, was schwierig erscheint. Einfach MACHEN, wo es nicht vorangeht.” Seit 2011 beschäftige ich mich mit Agilität. Ich bin in den unterschiedlichsten Bereichen – von Automotive, bis hin zur öffentlichen Verwaltung – tätig. Ich begleite Organisationen und Teams in der Transformation hin zu agilen Strukturen. Mein Fokus liegt dabei auf den agilen Werten und Prinzipien, um Ziele und messbare Verbesserungsschritte zu erreichen.

WS6: Supervision für agile Führungskräfte (90 Min)

Agile Führungskräfte sind in Transformationsprojekten besonders gefordert. Daher sind sie immer wieder der Einladung ausgesetzt, ihr eigenes Selbstmanagement aus den Augen zu verlieren. Es braucht kontinuierliche Selbstreflektion und Klarheit, um in einer Veränderung eine neue Kultur vorzuleben und dabei selbst in Balance zu bleiben. In der Sozialen Arbeit ist Supervision der Standard und ein elementarer Teil der Qualitätssicherung, sowie der Burn Out Prophylaxe für Mitarbeiter*innen. Wird es Zeit auch im agilen Unternehmenskontext Supervision als Standard anzubieten? Wir glauben schon. Das Wort Supervision kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „von oben betrachten”. Hier wird das eigene berufliche Handeln mit Hilfe eines Supervisors, der den „Blick von außen“ mitbringt, reflektiert. Wir zeigen Unterschiede auf zwischen Coaching, Supervision und Therapie und beleuchten die Rahmenbedingungen für eine Supervision. Was ist der Mehrwert und vor allem was sind Handlungsanlässe für Supervision? Kann ich mich selbst supervidieren? Wenn ja, wie? Welche guten Gründe für Supervision kann ich meinem Arbeitgeber nennen? Und das alles machen wir nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch. Wir möchten so einen Beitrag leisten für die Professionalisierung der Arbeit von agilen Führungskräften, in dem wir bewährte Qualitätsstandards der sozialen Arbeit mit dem wirtschaftlichen Kontext verbinden.

Susanne Neunes

Susanne Neunes ist Prozessbegleiterin, Coach und Facilitation für agiles Arbeiten. Christine Neidhardt Coach für Agile Transformationen, Managementcoaching und ScrumMasterCoach. Beide setzen sich für mehr Menschlichkeit im Unternehmenskontext ein. Sie eint ein ganzheitlicher Blick auf das System und die Freude am aktiven Handeln. Sie setzen sich gemeinsam mit anderen Gelben Raben für eine Kulturveränderung in Organisationen ein.

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